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Von der Stadtgesellschaft zur Stattgesellschaft I Rathaus Aachen

Von der Stadtgesellschaft zur Statt-Gesellschaft
Freiheit zwischen Leben und Leben lassen
„Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser
erheben.“ Das hat einer notiert, der noch nicht erleben konnte, was man sieht, wenn Häuser wie
Türme aufragen, vor denen dann Türme sich allenfalls wie Häuser ausnehmen. Nietzsche kannte
die moderne Stadt nicht mit ihrer Skyline aus Wolkenkratzern. Aber er, der Meister des
tangentialen Gedankens, einer Art des Schreibens, die ihre Sache im Unendlichen berührt,
wusste, dass es notwendig sein kann, Abstand zu nehmen, um schärfer zu erkennen. Diese
Fähigkeit, sich zu distanzieren, nennen wir Freiheit. Sie ist eine Erfindung der Stadt. Jenes Orts,
dem ihre Bewohner sich zugehörig fühlen in dem Maße, wie sie nie nur an seiner Lebendigkeit
teilnehmen. Städte sind Organisationen, die dann aufblühen, wenn sie stets mehr sein können,
als sie sind. Das macht es schwer, sie zu bestimmen, sie voneinander zu unterscheiden, vielleicht
auch, sie zu regieren.

 

Referent: Prof. Dr. Jürgen Werner

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Veröffentlichung

Fr, 19. April 2024

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